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... was würdest Du für die Kinder tun?" Diese und andere Fragen zum Thema Gesundheit hat die AOK ihren Versicherten in den Mitgliederzeitschriften Life und Bleibgesundjojo gestellt. Mit überraschenden Ergebnissen: |
In den AOK-Mitgliederzeitschriften Bleibgesund Life und jojo wurde zwischen Mai und Juli 2009 ein Fragebogen zum Thema "Was würdest Du machen, wenn du Gesundheitsminister wärst ...?" abgedruckt. Die als Preisausschreiben gestaltete Umfrage hatte das Ziel, das Gesundheitsverhalten der Kinder sowie konkrete, die Kindergesundheit betreffende Wünsche und Bedürfnisse von Kindern und Eltern zu ermitteln. Gefragt wurde zudem danach, welche Institutionen und Personengruppen in unserer Gesellschaft (Politiker, Kindergarten/Schule, AOK, Eltern, Kinder) aus Perspektive der Befragten verantwortlich für das Thema Kindergesundheit sind.
Vor dem Hintergrund dieser Ziele wurden die Konzeption des Fragebogens und dessen Auswertung durch das ZMGK begleitet. Die hohen Rücklaufquoten der Umfrage, an der 5.200 Kinder und 2.000 Eltern teilgenommen hatten, verdeutlichen das Interesse der Leserinnen und Leser an Gesundheit und ihr Bedürfnis, sich zum Thema zu äußern. Im Rahmen der Studie wurden 1.000 Kinder- und 1.000 Elternfragebögen quantitativ und qualitativ ausgewertet.
Wenn es um die Gesundheit der Kinder geht, steht bei beiden Zielgruppen die Institution Familie an erster Stelle. Dementsprechend sehen sich die befragten Eltern fast alle (97,9 Prozent) selbst in der Pflicht, ebenso wie die überragende Mehrheit der Kinder (91,2 Prozent) ihren Eltern die zentrale Verantwortung für ihre Gesundheit übertragen. Zur Eigenverantwortlichkeit der Kinder für ihre Gesundheitsbelange befragt, machen die beiden Zielgruppen allerdings sehr unterschiedliche Aussagen: Während sich drei Viertel der befragten Kinder selbst in der Verantwortung sehen, weisen nur 14,9 Prozent der Eltern ihren eigenen Kindern diesbezüglich Pflichten zu. Möglicherweise wollen sie ihren Kindern diesbezüglich einen Schutzraum gewähren, weil sie diese Aufgabe als Elternpflicht verstehen. Dementsprechend beantworten Eltern die Frage, wie sie ihr Kind noch zum Thema Gesundheit unterstützen können, dahingehend, dass sie, neben "gesunder Ernährung" und "mehr Sport" "ihren Kindern Vorbild sein" und "mit diesen mehr gemeinsame Zeit verbringen" möchten.
Fragt man Eltern und Kinder konkret danach, was sie für die Gesundheit der Kinder tun würden, wenn sie selbst Gesundheitsminister(in) wären, werden erstaunlich viele Wünsche, Bedürfnisse und Forderungen formuliert. Diese betreffen bei beiden Zielgruppen vor allem die Themen Ernährung und Bewegung. Als Institutionen, in denen Veränderungen notwendig sind, um Voraussetzungen für eine bessere Kindergesundheit zu schaffen, werden von Eltern und Kindern am häufigsten die Schulen genannt, gefolgt von Freizeit (z.B. Spiel- und Sportplätze) sowie von Industrie und Medien (z.B. Umweltschutz, Werbeverbote für ungesunde Nahrungsmittel). Hier sehen die Befragten großen Handlungsbedarf.
Als auffälligstes Ergebnis der Umfrage zeigte sich, dass ein Drittel der Eltern und immerhin ein Fünftel der Kinder für die Verbesserung der Kindergesundheit finanzielle Unterstützung fordern und dies sowohl im Rahmen des Familienlebens als auch im öffentlichen Raum. Bedarf gibt es etwa für "kostenlose Sportprogramme, die für Alleinerziehende zu teuer" sind und Eltern und Kinder würden auch dafür sorgen, "dass jedes Kind eine warme Mahlzeit am Tag hat" oder die Eltern "ein bis zwei Stunden täglich weniger arbeiten müssten, damit sie mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen könnten." Damit wird deutlich, dass es einem nicht unbeträchtlichen Teil der befragten Eltern und Kinder an finanziellen, aber auch an personellen Ressourcen mangelt, um Kindergesundheit in persönlich zufriedenstellender Weise anleiten bzw. praktizieren zu können, und das in einem Alter, in dem die Weichen für zukünftige Gesundheit gestellt werden.
Links:
http://www.aok.de/bund/rd/bleib-gesund-1-2008-201207.php
http://www.wdv.de
http://www.bv-aok.de
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