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Prof. Dr. Bente und Dr. Bettina Fromm
haben für das Department Psychologie der Universität zu Köln
in Kooperation mit der Deutschen Sporthochschule Köln
das Projekt „Gesundheitsfördernde Ganztagsschule“ eingeworben.
Das Projekt wurde durch die Rheinenergie-Stiftung „Jugend/Beruf, Wissenschaft“ gefördert.
Projektförderung: Rhein-Energie-Stiftung Projektlaufzeit: Januar 2009 – Dezember 2010 Projektteam: Prof. Dr. Gary Bente, Dr. Bettina Fromm, Ann-Kathrin Günter,
Prof. Dr. Ingo Froboese, Birgit Wallmann, Kristina Settner,
Lena Frischlich, Leif Römer
Projekttitel: Gütesiegel „Gesundheitsfördernde OGTS“ (Offene Ganztagsschule) –
Evaluation und Zertifizierung gesundheitsfördernder Maßnahmen in Offenen Ganztagsgrundsschulen der Stadt Köln
Kinder in Deutschland blicken aufgrund mangelnden Gesundheitsbewusstseins und -verhaltens in eine wenig gesunde Zukunft. Im Zugeder bildungspolitischen Reformierung des Schulsystems werden Grundschulen zu Offenen Ganztagsschulen (OGTS) ausgebaut,so dass sich die Chance und das Potential bieten, gesundheitsfördernde Maßnahmen stärker als bisher in der Schule zu institutionalisieren,nicht zuletzt, um auch Kinder bildungsferner Schichten erreichen zu können. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen wurden in Kooperation mit dem Schulverwaltungsamt der Stadt Köln gesundheitsfördernde Maßnahmen an Ganztagsgrundschulen der Stadt Köln im Hinblick auf ihre Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität evaluiert. Die verschiedenen Gruppen des Offenen Ganztages - Leitung, Team, Eltern und Kinder- kamen gleichberechtigt zu Wort.
Über alle Stichproben zeigte sich, dass Gesundheitsförderung am ehesten in Form von bewegungserzieherischen Angeboten gelebt wurde, diese wurden auch von allen am besten bewertet. Auch gesunde Ernährung war ein Thema für alle Befragten, wenn auch die Angebote hier tendenziell etwas weniger gut bewertet wurden. Insbesondere der Bereich Entspannung war aus allen Perspektiven noch ausbaufähig. Grade im Zusammenhang mit Lärm wurden hier auch klare Verbesserungswünsche von Seiten der Kinder geäußert. Die Mitarbeiter hingegen bemängelten vor allem die wenige Zeit, die im Ganztag zur Gesundheitsförderung genutzt werden könne.
Im Verlauf der Längschnittanalyse ließ sich auf Seiten der Mitarbeiter eine Zunahme der Aktivitäten in verschiedenen gesundheitsrelevanten Bereichen, insbesondere bezüglich der Kooperation mit außerschulischen Anbietern im Gesundheits- und Sozialen Bereich beobachten. Dies schlug sich auch in der signifikant besseren Beurteilung der Information und Beratung zum Thema Gesundheit durch die befragten Eltern zum Ende der Längsschnittanalyse nieder.
Auf Grundlage der erarbeiteten Forschungsbefunde wurde ein Gütesiegel „Gesundheitsfördernde OGTS“ entwickelt, um die Schulen durch die Zertifizierung für eine Intensivierung gesundheitsfördernder Maßnahmen zu sensibilisieren, welche – langfristig und erfolgreich umgesetzt –allen Kindern in Kölner Grundschulen zugute kommen sollen.
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