ZMGK-Symposium PDF Drucken E-Mail

Am 19. Juni 2009 trafen sich Experten aus Wissenschaft und Praxis anlässlich des ersten Symposiums des Zentrums für Medien- und Gesundheitskommunikation e.V. in Köln. Unter dem Motto „Potentiale und Risiken medialer Gesundheitskommunikation“ stellten die Mitglieder des ZMGK ihre Forschungs­aktivitäten vor. In Anschluss nutzen Referenten und Gäste bei Kaffee und Kuchen die Gelegenheit zu einem regen fachlichen Austausch und zur Vernetzung.

 

ZMGK-Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Gary Bente verdeutlichte nach der Begrüßung der Gäste die Relevanz und das Potential der medialen Gesundheitskommunikation für Forschung und Praxis. Im Anschluss stellte die geschäftsführende Direktorin des ZMGK, Dr. Bettina Fromm, den Forschungsansatz des Vereins und aktuelle Studien vor. Dabei präsentierte Frau Dr. Fromm u. a. die Konzeption einer von der Deutschen Krebshilfe gesponserten Website für das BRCA-Netzwerk für familiären Brust- und Eierstockkrebs sowie das Studiendesign des Projektes „Gütesiegel Gesundheitsfördernde Ganztags­schule“. Dieses wird vom Department Psychologie der Uni Köln mit Finanzierung durch die Rhein-Energie-Stiftung durchgeführt und hat die Verankerung gesundheitsfördernder Angebote in Offenen Ganztagsschulen der Stadt Köln zum Ziel.

Diskussionsrunde „Auf der Suche nach der Zielgruppe – Gesundheitskommunikation in der Prävention“

Vor allem vor dem Hintergrund der in Deutschland nach wie vor üblichen „Komm-Strukturen“ ist es für Leistungserbringer wie Krankenversicherungen nach wie vor schwierig, Zielgruppen zu erreichen. In diesem Zusammenhang erläuterte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des ZMGK und Fernsehmoderator Dr. Thomas Kurscheid in seinem Vortrag „Gesundheitskommunikation in der Prävention“ die Bedeutung der Massenmedien bei der Suche nach der Zielgruppe. ZMGK-Mitglied Prof. Ingo Froboese von Deutschen Sporthochschule Köln wies auf Erfolge der Gesundheitskommunikation bei der Ansprache von verschiedenen Zielgruppen (z.B. Männern als weniger gesundheitsbewusster Gruppe) über unterschiedliche Zugangswege (z.B. Flyer oder Telefonansprache) hin. In ihrem Vortrag zur genetischen Disposition von Brust- und Eierstockkrebserkrankungen ging Frau Prof. Dr. Rita Schmutzler vom Zentrum für familiären Brust- und Eierstockkrebs der Universitätsklinik Köln auf die Notwendigkeit einer zielgruppenspezifischen Ansprache im Hinblick auf das sensible und komplexe Thema ein.

Nach dem Mittagsimbiss widmete sich die Veranstaltung in der zweiten Diskussionsrunde der Frage „Wie viel Kommerz verträgt die Gesundheitskommunikation?“. Stellvertretender ZMGK-Vorstandsvorsitzender Prof. Wolfgang Goetzke von der Europa Fachhochschule Fresenius, Köln beleuchtete die unterschiedlichen Interessen der Akteure auf dem Gebiet der Gesundheitskommunikation. Frank Könen, Abteilungsleiter Marketing und Vertrieb der Barmer Ersatzkasse Köln und des Rhein-Erft-Kreises illustrierte die Kommunikation zum Thema Gesundheit und Krankheit aus Perspektive der Leistungserbringer. Vertriebchef der Mednavigation GmbH Siegmund Frank präsentierte das Online-Portal zur Information von Spitzenmedizin in Deutschland, das in sieben Sprachen übersetzt werden soll.